Ving Tsun - effizientes Kampfsystem aus China

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Wong Shun Leung

Wong Shun Leung wurde am 8. Mai  1945 geboren. Schon seit jeher galt sein besonderes Interesse der Kampfkunst.  Bereits als 8 jähriger traf man ihn in den dunklen Ecken der örtlichen Kinos  beim Betrachten der letzten Kung Fu Stummfilme. Seine Phantasie wurde dadurch  noch mehr angeregt, daß sein Großvater (ein Freund von Chan Wa Shun (1) ) und sein Vater immer wieder ganz detailliert über Chan Wa Shuns Fähigkeiten berichteten. Wie es das Schicksal haben wollte, entdeckte der  junge Wong bald sein erstes und zugleich liebstes Hobby, das Kämpfen. In den  dunklen Ecken, auf Dächern von Hochhäusern und geschlossenen Parkplätzen machte er seine ersten Erfahrungen im Kampf Mann gegen Mann. Mit 15 Jahren probierte er eine Reihe von Kung Fu Stilen aus, und auch das europäische Boxen. Dieses sagte  ihm besonders zu, da er sofort den praktischen Nutzen bei seinen Strassenkämpfen  feststellte. Er nahm solange Boxunterricht, bis zu dem Tag als sein damaliger Trainer versuchte, ihn wie ein Schnitzel weich zu klopfen. Wong Shun Leung gelang es, trotz einiger Blessuren, den Trainer in eine Ecke zu drängen und K.O. zu schlangen. Da er von diesem Zeitpunkt den Respekt vor seinem Lehrer verloren hatte, ging er nicht mehr zum Training.

Ving Tsun Kung Fu war zu diesem  Zeitpunkt selbst in Hong Kong ein relativ unbekannter Stiel, und Yip Man war wohl der einzig bekannte Lehrer. Durch seinen Cousin lernte Wong Shun Leung einen Schüler von Yip Man kennen. Als er ihn beim Kämpfen mit anderen Kung Fu  Stilisten sah, war sein Interesse geweckt. Mit 17 Jahren besuchte er zum ersten mal  die Schule von Yip Man, und schaute beim Training zu. Als er das erste mal Chi  Sao (2) Training sah, war sein Eindruck von dieser Trainingsweise  schlecht. Für den Praktiker Wong war es zu diesem Zeitpunkt eine umständliche  Art des Kämpfens. Die ersten Vergleichskämpfe mit einigen Schülern der Yip Man Schule, waren für den kampferprobten Wong auch gar kein Problem. Und so machte er den bis dahin ruhig zuschauenden Yip Man ganz schön ärrgerlich, als er dessen  Schüler wie Strohpuppen durch die Räume warf. Schließlich wollte Yip Man selbst  mit ihm kämpfen. Wong, nun etwas leichtsinnig, unterschätzte seinen älteren Gegner gewaltig. Yip Man manövrierte ihn in eine Ecke der Schule, raubte ihm das Gleichgewicht und demonstrierte mit fünf, sechs schnell ausgeführten Fauststößen seine Überlegenheit. Wong Shun Leung war von der Schnelligkeit und Körperkontrolle Yip Mans total überrascht, und erkannte sofort daß er seinen  Meister gefunden hatte. Nur einige Tage später lies er sich offiziell in der Schule Yip Man einschreiben.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte er einen solchen Ruf als Kämpfer, daß er bald überall Feinde hatte. Zwischen seinem 18 und 19 Lebensjahr, hatte er über 50 Kämpfe ausgetragen, und  obwohl seine Gegner oft grösser und stärker waren als er, blieb er immer Sieger. Ein Nebeneffekt der Raufereien war, daß Ving Tsun Kung Fu in dieser Zeit zum  größten Gesprächsthema in Hong Kong wurde und bald in aller Munde war. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, daß Wong Shun Leung ein wirklich guter Freund  von Bruce Lee war. Denn auch er war ein Schüler Yip Mans. In der Zeit als Bruce  noch in Hong Kong lebte lernte er nicht nur von Yip Man, sondern auch von seinem  älteren Ving Tsun Brunder Wong Shun Leung. Bruce Lee, Wiliam Cheung und Wong Shun Leung sammelten in den Straßen von Hong Kong, gemeinsam praktische Erfahrungen. Selbst als Bruce nach Amerika auswanderte brach der Kontakt zu Wong  Shun Leung nicht ab. Bruce wollte sogar, das Wong eine Rolle in einem seiner Filme spielen sollte, doch er lehnte dies immer ab. Wong Shun Leung begründetet  dies so: “Ving Tsun ist optimal um sich zu verteidigen, doch es ist zu hässlich  um es in einem Film einzusetzen.”

(1)  Lehrer von Yip Man
(2)  Klebende Hände

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Achtung!

Trainingszeiten ändern sich ab 7. Mai 2012.

 

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Wendelin Fritz

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